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Eine blonde Frau pustet gegen eine Pusteblume

Menschen wie du und ich

Selbsthilfegruppen sind schon längst keine Außenseiter, keine Randerscheinung mehr. Sie sind Teil unserer Gesellschaft, eingebettet in ein aktives Unterstützungsnetz. Einblick in Selbsthilfegruppen und die Arbeit einer Selbsthilfe-Kontaktstelle gibt das Magazin „300 für 600.000“ der Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis.

„Mit diesem Magazin wollen wir den Staub wegpusten von den alten Bildern der Selbsthilfe – mit Geschichten von aktiven, engagierten Menschen in den rund 300 Selbsthilfegruppen im Rhein-Sieg-Kreis“, heißt es. Selbsthilfeakteure aus dem gesamten Kreisgebiet kommen zu Wort, erzählen ihre ganz persönlichen Geschichten und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen.

Erfahrungen teilen

So zum Beispiel Astrid Barthel. Sie wusste, dass sie ist nicht die Einzige mit Angst und Panikattacken ist, die einen Anker im Alltag braucht. Mithilfe der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Troisdorf gründete sie die Gruppe „Mutmacher“ und fand dank persönlicher Kontakte einen Raum in einer Kirchengemeinde, indem sich die Gruppe trifft.

Kirsten Otto hingegen leitet zwei Selbsthilfegruppen für Erwachsene mit ADHS in Bonn und Troisdorf sowie eine Gruppe für Führungskräfte mit ADHS. Für die Gruppen hat sie eine kleine Bibliothek aufgebaut mit Alltagsratgebern für Betroffene. Sie ermuntert die Gruppenmitglieder, die Tipps auszuprobieren und Auskunft zu geben, was wirklich hilft.

Außerdem sind da noch Paul, Helma, Virginia, Bernadette, Achim, Iris, Dorothea, Herta und Uwe. Sie alle erzählen von ihren Erfahrungen in der Selbsthilfe. Die Interviews und Berichte zeigen, wie wandlungsfähig die Selbsthilfe ist, dass Gruppen keine Gemeinschaft für schnelle Lösungen sind und was Betroffene von der Selbsthilfe lernen können.

Aber auch die Profis im System kommen zu Wort: Heike Trapphoff zum Beispiel. Die Diplom-Sozialpädagogin arbeitet bereits seit 19 Jahren in der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Rhein-Sieg-Kreis und seit fünf Jahren auch in der Kontaktstelle in Gummersbach für den Oberbergischen Kreis. Heike Trapphoff ist zuständig für die Betreuung der Gruppen, Neugründungen und die Netzwerkarbeit – zum Beispiel im Fachbeirat Inklusion im Rhein-Sieg-Kreis.

30 Jahre Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis

Entstanden ist die Publikation der Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens. Gerade einmal 60 Gruppen listete die Beratungseinrichtung im Jahr 1990. Mittlerweile ist die Zahl auf knapp 300 gestiegen – von A wie ADHS bis Z wie ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand).

Die Mitarbeitenden der Selbsthilfe-Kontaktstelle unterstützen unter anderem bei der Gründung neuer Selbsthilfegruppen, Gruppenkrisen und der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem bieten sie regelmäßige Austauschtreffen für Gruppenleiter*innen an und beraten Interessierte bei der Suche nach der passenden Gruppe.


Neuigkeit veröffentlicht am 07.07.2020

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