Förderung durch Krankenkassen

Logo Gesetzliche Krankenversicherung zur Selbsthilfe-Förderung in NRW

Die gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen unterstützen und fördern seit vielen Jahren die Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch immaterielle und finanzielle Hilfen. Seit dem 1. Januar 2008 sind sie verpflichtet,  die gesundheitsbezogene Selbsthilfe mit einem gesetzlich festgelegten Betrag zu fördern. Nach § 20h SGB V sollen im Jahr 2018 pro Versicherten insgesamt 1,08 € für die Förderung der Selbsthilfe zur Verfügung gestellt werden.

Auch die Art der Förderung wurde gesetzlich festgelegt:

  • 50% sind für die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung und
  • 50% für die krankenkassenindividuelle Förderung vorzusehen.

Auf den gemeinsamen Internetseiten der Krankenkassen finden Sie grundlegende Informationen rund um das Förderverfahren, die Rahmenbedingungen sowie die entsprechenden Antragsformulare für Selbsthilfe-Gruppen, Landesorganisationen und Kontaktstellen für das Jahr 2018:
Homepage Selbsthilfeförderung GKV

Eine Liste mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Krankenkassen vor Ort finden Sie unter folgendem Link:
Ansprechpartner/-innen 

Auf der Homepage der GKV können sich Interessierte auch eine Broschüre herunterladen, die neue Wege in der Ansprache von chronisch erkrankten Menschen durch Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrhein-Westfalen aufzeigt:
Broschüre "Neue Ideen in der Selbsthilfe"

Den jährlichen Info-Brief für regionale Selbsthilfe-Gruppen mit allen Änderungen des Förderverfahrens 2018 finden Sie unter folgendem Link:
Info-Brief 2018

Informationen über Fördersummen und -modalitäten

Für die Gesundheitsselbsthilfe besteht mit der Förderung durch die Krankenkassen eine bundesweite Vorgabe, die für die Landesebene sowie für die kommunalen Strukturen den Rahmen vorgibt. Diese betreffen die Fördersummen und die generellen Fördermodalitäten. In dem „Leitfaden zur Selbsthilfeförderung“ haben die Kassen auf Bundesebene daraus eigene Grundsätze abgeleitet. Auch wenn es auf den regionalen und lokalen Ebenen viele Spielarten gibt, sind doch wichtige Rahmenbedingungen gesetzt. Zu den allgemeinen Vorgaben (Bundesgesetz, Leitfaden des GKV-Spitzenverbandes, Unterscheidung gemeinschaftliche bzw. kassenindividuelle Förderung der Krankenkassen) finden Sie auf der Internetseite der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfe-Gruppen) weitere Informationen:
Homepage NAKOS

Förderung der gesundheitlichen und sozialen Selbsthilfe

Die soziale Selbsthilfe wird dem gegenüber deutlich weniger und zumeist nur unsystematisch gefördert. Auf Bundesebene gibt es dazu keine verpflichtenden Vorgaben. In Nordrhein-Westfalen bestehen für die kleinen, informellen Gruppen und Initiativen an den meisten Orten so gut wie keine Fördermöglichkeiten bzw. die Möglichkeiten variieren von Ort zu Ort. Einzelne Landesverbände können von Projekten und Fördertöpfen verschiedener Ministerien profitieren. Eine systematische Beschreibung dieser Möglichkeiten liegt nicht vor. Einen Überblick zur finanziellen Förderung der gesundheitlichen und sozialen Selbsthilfe durch die unterschiedlichen Kostenträger (Bund, Länder, Kommunen, Krankenkassen, Pflegekassen, Rentenversicherungsträger, Spender, Sponsoren, Stiftungen) finden Sie ebenfalls auf der bereits oben angegebenen Internetseite der NAKOS.