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Der 1. Vorsitzende des Vereins wurde am 30.10.2009 für sein soziales Engagement von der Landesbehindertenbeauftragte Frau Gemkow geehrt

Die Ehrung fand im feierlichen Rahmen am 30.10.2009 im Rheinischen Industriemuseum statt. Insgesamt wurden sieben Personen für ihr außergewöhnliches und freiwilliges Engagement für Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet. Zu einer Urkunde der Landes NRW gibt es 1.000,--€ für jeden Geehrten, die für soziale Zwecke einzusetzen sind.

In der Laudatio heißt es: „Herr Isa Topak hat sich durch beispielhaftes ehrenamtliches Engagement besonders um die Belange behinderter Menschen verdient gemacht“ und an anderer Stelle: „Er ist Vorbild für uns alle.“

Herr Topak freut sich über die Ehrung „Hut ab“, betont aber bescheiden Folgendes:
„Ich habe mich nicht für diese Auszeichnung eingesetzt, nicht für diese Auszeichnung gearbeitet. Aus Überzeugung habe ich mich für diese Arbeit eingesetzt, weil sie notwendig ist. Natürlich habe ich mich sehr über diese Auszeichnung gefreut. Und deswegen bedanke ich mich bei jedem, der mich für würdig hält, diese Auszeichnung zu bekommen.
Aber diese Auszeichnung gehört nicht nur mir. Ich bin der Meinung, dass
diese Auszeichnung auch all denen gehört, die mich unterstützt haben. Das sind Kooperationspartner, die Stadt Hamm, die Vereinsmitglieder und Freunde.“

Der Verein zur Selbsthilfe behinderter und nicht behinderter türkischer Mitbürger e.V. wurde im Januar 2004 von Isa Topak und anderen türkischen Mitbürgern gegründet und hat heute 53 Mitglieder. Ziel des Vereins ist die Verbesserung der Lebenssituation für Menschen
mit Behinderungen und deren Familien, die türkischstämmig sind oder aus anderen Nationalitäten stammen. Zudem soll die Integration gestärkt werden. Im Dezember 2004 hat der Verein Räume für ein Vereinslokal angemietet, hat es mit Eigenmitteln und Eigeninitiative renoviert und nach und nach behindertengerecht eingerichtet. In diesem Vereinslokal finden regelmäßige Treffen der Vereinsmitglieder, der verschiedenen Gruppen, wie Frauen- und Kindergruppen, Schulungen und Kurse statt. So treffen sich dort einmal in der Woche Schüler mit und ohne geistige Behinderung für gemeinsame Freizeit wie tanzen, singen und spielen. Der Verein hat mehrere LOS-Projekte und Schulungen durchgeführt. Ein Pflegekurs und eine Kurs zum ehrenamtlichen Betreuer wurden in deutscher Sprache abgehalten. Zurzeit findet ein Pflegekurs mit 25 türkischen Frauen in türkischer Sprache statt. An MiMi – Mit Migranten für Migranten - einem Gesundheitsprojekt zur interkulturellen Gesundheit in Deutschland hat sich Herr Topak beteiligt und ist als Gesundheitsmediator des Projektes in Hamm für Migranten tätig. Der Verein ist Mitglied im Arbeitskreis für Behinderte in der Stadt Hamm und arbeitet in verschiedenen Planungsgruppen mit. Von der Uni Bielefeld wurde eine Studie „Verbesserung für Pflegebedürftige und Pflegende Angehörige türkischer Migranten“ mit Unterstützung des Vereins durchgeführt.

Zur Durchführung all seiner Aktivitäten hat der Verein mit vielen Kooperationspartnern aus Politik, Verwaltung, anderen Vereinen, Verbänden, Selbsthilfegruppen und Institutionen aus dem Bereich Gesundheit, Behinderung, Migration und Integration in Hamm und überregional zusammengearbeitet.

Seit Gründung des Vereins besteht eine Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Der Verein nahm an zahlreichen Veranstaltungen der Kontaktstelle wie Selbsthilfetage, Gesundheitstage, Messen und Ausstellungen teil.
Der Verein hat einen Antrag auf Mitgliedschaft im Paritätischen Wohlfahrtsverband beim Landesverband gestellt. Die Kreisgruppe des Paritätischen hat eine Mitgliedschaft empfohlen.


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