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Frau schaut durch eine Filmklappe

Filmpremiere: "Alles auf Anfang"

Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes Ereignis, sowohl für die betroffene Person als auch für die Angehörigen. Das Medienprojekt Wuppertal hat drei Schlaganfallbetroffene und ihre Angehörigen in ihrem neuen Alltag begleitet. Entstanden ist der Dokumentarfilm „Alles auf Anfang“, der am 14. September im Rex Filmtheater Wuppertal und am 16. September im Rex am Ring in Köln Premiere hat.

Im Zentrum stehen die Erfahrungsgeschichten der begleiteten Personen: Wie haben sie den Schlaganfall erlebt und überlebt? Wie verliefen die Akutbehandlung und die Reha? Welche Folgen hatte der Schlaganfall für Familie, Arbeit und Beziehungsleben? Wie ist danach der Lebensalltag mit eventuellen Behinderungen?

Drei sehr persönliche Geschichten

Desirée (30) hatte mehrere Schlaganfälle während ihrer ersten Schwangerschaft. Sie überlebte mit körperlichen Einschränkungen, doch ihr Kind verstarb. Durch ehrgeizige Ziele und die Unterstützung ihrer Familie konnte sie sich zurück ins Leben kämpfen. Desirées Mutter erlebte den gesamten Weg von der Akutversorgung über die Reha bis zum heutigen Alltag.

Albert (66) hat bereits vier Schlaganfälle seit 1999 überlebt. Da er heute im Rollstuhl sitzt, ist er im Alltag auf die Pflege seiner Ehefrau Karin angewiesen. Die beiden engagieren sich in Selbsthilfegruppen, um andere Betroffene zu beraten und über individuelle Sorgen zu sprechen. Diana (52) lag bereits im Koma, als sie der Schlaganfall traf. Sie hatte zuvor einen Suizidversuch überlebt und einen Schlaganfall im Krankenhaus erlitten. Auch wenn Sprechen für Diana anstrengend wie ein Marathon ist, macht sie stetige Fortschritte.

Im Film werden neben den individuellen Krankheitsgeschichten auch die Reha und die Folgen für die Betroffenen thematisiert. Das neue Leben mit neuen Rollen, Einschränkungen und Abhängigkeiten wird ebenso beleuchtet wie neue Lebensziele, positive Erkenntnisse und der Wille zu leben. „Alles auf Anfang“ zeigt anderen Betroffenen und ihren Angehörigen Handlungsstrategien auf, regt einen Erfahrungsaustausch an und macht Mut für den eigenen Weg. Als Vorfilme werden weitere Betroffenenporträts gezeigt. Im Anschluss an die Filmvorführungen findet eine Publikumsdiskussion statt.

Termine und Tickets

14.09.2020 │ 19 Uhr: Rex Filmtheater, Wuppertal
16.09.2020 │ 19 Uhr: Rex am Ring, Köln

Der Eintritt ist frei. Karten können über das Medienprojekt Wuppertal reserviert werden. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden. Die Veranstaltungen finden mit einem Corona-Schutz- und Hygienekonzept und Maskenpflicht statt.

Der Dokumentarfilm ist nach der Premiere als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD und als Streaming/Download erhältlich.

Das Projekt ist gefördert durch Aktion Mensch.


Neuigkeit veröffentlicht am 02.09.2020

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