Wie kultursensible Selbsthilfe klappt

Bei Menschen mit Migrationsgeschichte ist die Idee der Selbsthilfe nicht sehr bekannt. Das möchte das Projekt „Migration und Selbsthilfeaktivierung – Wissenstransfer und Qualifizierung für eine kultursensible Selbsthilfe/-unterstützung“ ändern.

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Bereits im Projekt „Migration und Selbsthilfeaktivierung“ wurde in den vergangenen Jahren an fünf Modellstandorten in NRW erprobt, wie die interkulturelle Öffnung in der Selbsthilfe gelingen kann. Diese Erkenntnisse sollen nun gebündelt und in die Fläche gebracht werden.

Gute Beispiele für die Praxis
Lioba Heuel, die das Projekt der Gesellschaft für Soziale Projekte (GSP) im Paritätischen NRW leitet, will das mit der Übertragung von good practise Modellen errreichen. Zudem sollen Kooperationen, zum Beispiel mit Migrantenselbstorganisationen, der Gesundheitsselbsthilfe NRW, aber auch Selbsthilfeorganisationen und -verbänden sowie den Selbsthilfe-Kontaktstellen und Selbsthilfegruppen ausgebaut sowie Fortbildungen und Fachveranstaltungen entwickelt werden. Ziel ist es, Begegnungen zwischen Selbsthilfeaktiven und Menschen mit Migrationshintergrund zu ermöglichen, die den Boden dafür bereiten, kultur- und sprachübergreifend in der Selbsthilfe aktiv zu werden. Die Gründung neuer Gruppen durch Menschen mit Migrationshintergrund wird dabei genauso gefördert wie der Wille bestehender „deutscher“ Selbsthilfegruppen sowie der Selbsthilfe-Kontaktstellen, sich interkulturell zu öffnen – Hauptsache, alle haben dieselbe Chance, von Selbsthilfe zu profitieren.

Das Projekt „Migration und Selbsthilfeaktivierung – Wissenstransfer und Qualifizierung für eine kultursensible Selbsthilfe/-unterstützung“ ist im Dezember 2018 gestartet und endet im Juni 2021. Gefördert wird es von der AOK NordWest und der AOK Rheinland/Hamburg.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.