Gesundheitsberichterstattung: Selbsthilfe im Gesundheitsbereich


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02.05.2005: Gesundheitsberichterstattung: Selbsthilfe im Gesundheitsbereich


Im August 2004 ist in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" das Heft 23 erschienen. Es befasst sich mit  der  „Selbsthilfe im Gesundheitsbereich“.
Auf gut 30 Seiten gibt die Broschüre eine sehr gute, verständliche Zusammenfassung zu den hier anstehenden Fragestellungen.

Herausgegeben vom Robert Koch-Institut wurde der Text von Jutta Hundertmark-Mayser und Bettina Möller sowie weiteren MitarbeiterInnen der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen – NAKOS erstellt.

 
Hier Auszüge aus der Mitteilung des Robert Koch-Institutes zur Neuerscheinung:

  • Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen zählen mittlerweile zu anerkannten Partnern im Gesundheitswesen. Die organisierte Selbsthilfe, welche auf eine lange Tradition zurückblicken kann, erfuhr in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts einen massiven Aufschwung. Die Zunahme chronischer Erkrankungen, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten und steigende Lebenserwartung, die Veränderung der primären sozialen Netzwerke wie Familie, Verwandtschaft und Nachbarschaft und die zunehmende gesellschaftliche Anerkennung führen bis heute zu einer weiteren Verbreitung von Selbsthilfegruppen. Dabei bilden ca. 270 Selbsthilfekontaktstellen und eine große Anzahl themenspezifisch arbeitender Selbsthilfeorganisationen die Grundpfeiler einer effektiven Selbsthilfeunterstützung von interessierten Betroffenen und Engagierten.
  • Schätzungen zufolge engagieren sich in Deutschland rund 3 Millionen Menschen in nahezu 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen. Zu fast allen gesundheitlichen, psychosozialen und sozialen Themen bzw. Problemen gibt es Selbsthilfegruppen, wobei die Übergänge zwischen der gesundheitlichen und der psychosozialen bzw. sozialen Selbsthilfe oftmals fließend sind. Viele Selbsthilfegruppen sind in mehreren Bereichen aktiv und legen oft ein erweitertes Verständnis von Gesundheit oder von Sozialem zugrunde. In repräsentativen Umfragen gaben drei Viertel der Bevölkerung an, dass sie sich im Krankheitsfalle einer Selbsthilfegruppe zuwenden würden. Die Praxis zeigt jedoch, dass das nur von einem erheblich geringeren Anteil auch wirklich realisiert wird. Zudem bestehen auch noch große Informationsdefizite über die Selbsthilfe und deren Organisationsstrukturen.

 
Weitere Infos unter www.nakos.de

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