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Eine Million Frauen medikamentenabhängig – erstes deutsches Handbuch zum Aufbau von Selbsthilfegruppen für Frauen mit Medikamentenproblemen

Rund 1,5 Millionen Deutsche sind alkoholabhängig. Viel weniger bekannt ist aber, dass mindestens genauso viele Menschen medikamentenabhängig sind. Besonders auffällig dabei ist, dass von diesen 1,5 Millionen Menschen mit Abhängigkeit von psychoaktiven Medikamenten rund 1 Million Frauen sind. Hinzu kommt noch eine ähnlich hohe Zahl von Menschen, die zu oft, zu viele oder die für ihre Beschwerden falschen Medikamente einnehmen. Wie groß der Nachholbedarf für entsprechende Betreuungs- und Hilfeangebote im professionellen Suchthilfesystem, wie auch in der Sucht-Selbsthilfe ist, belegt ein Vergleich der Behandlungsfälle. So stehen jährlich 163.000 Behandlungsfällen von (überwiegend männlichen) alkoholkranken Betroffenen nur rund 2.000 Behandlungsfälle von (überwiegend weiblichen) medikamentenabhängigen Personen gegenüber.

Der Konsum von Medikamenten erfolgt meist still und unauffällig. Genau dieser Umstand verhindert es oft, angemessene Hilfe zu finden. Es gibt immer noch zu wenig spezifische Beratungs- und Behandlungsangebote und so fallen Medikamentenabhängige oft aus dem Versorgungsnetz heraus.

Deshalb führen die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und der BKK Bundesverband seit Anfang 2002 in Kooperation mit Abstinenz- und Suchtselbsthilfeverbänden ein Projekt zur Erweiterung spezieller Selbsthilfeangebote durch. Als ein Ergebnis dieser Kooperation ist im Sommer 2004 das Handbuch „Nicht mehr alles schlucken ...! Frauen. Medikamente. Selbsthilfe.“ erschienen.
Das Handbuch enthält eine Fülle von praktischen Tipps zum Aufbau und zur Leitung einer Selbsthilfegruppe, Informationen zum Thema Medikamentenmissbrauch sowie zahlreiche Literaturhinweise und Kontaktadressen.

Das Handbuch kostenlos im Internet: www.bkk.de oder www.dhs.de 
Das Handbuch kostenlos bestellen:


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