Selbsthilfefreundliches Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen


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Zusammenarbeit anregen und festigen

Die Projektbeschreibung finden Sie unter: www.selbsthilfefreundliches-krankenhaus-nrw.de

Fachveranstaltung am 25.04.08 im Städtischen Klinikum Bielefeld-Mitte

Zoom (27KB)

In Nordrhein-Westfalen haben interessierte Fachabteilungen und Krankenhäuser wie auch die Selbsthilfe seit Februar diesen Jahres die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem im Jahr 2007 abgeschlossenen Hamburger Modellprojekt „Qualitätssiegel Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ zu nutzen. Auf der Basis der vorliegenden Qualitätskriterien für ein selbsthilfefreundliches Krankenhaus soll damit ein weiterer Impuls gesetzt werden, die Zusammenarbeit mit Selbsthilfeakteuren gezielt zu initiieren oder zu verbessern. Finanziert wird das Projekt vom BKK Bundesverband in Essen.

Das Projekt Selbsthilfefreundliches Krankenhaus Nordrhein-Westfalen unterstützt insbesondere die regionale Zusammenarbeit zwischen stationärer Versorgung und Selbsthilfegruppen. Ausgehend von der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Bielefeld, umfasst das Angebot des Projektteams für Krankenhäuser die Vermittlung von Informationen über Selbsthilfe, Beratung zur Gestaltung der Kooperation sowie die Unterstützung bei der Umsetzung der Qualitätskriterien Selbsthilfefreundliches Krankenhaus. Dazu kooperiert das Projekt mit den Selbsthilfeakteuren vor Ort und bietet Information und Beratung an für Selbsthilfegruppen bzw. Selbsthilfeorganisationen, die eine Zusammenarbeit mit der stationären Versorgung systematisch aufbauen und festigen wollen.

Den Auftakt, sich in der Region Westfalen zum selbsthilfefreundlichen Krankenhaus ausführlich zu informieren, bot die Fachveranstaltung am 25. April 2008 in den Städtischen Kliniken Bielefeld. Zu diesem Dialog trafen sich Vertreter und Vertreterinnen aus Krankenhäusern in Westfalen und aus der örtlichen Selbsthilfe. In seinem einleitenden Vortrag stellte PD Dr. Joachim Feldkamp, Ärztlicher Direktor der Städtischen Kliniken Bielefeld, fest, dass eine Kooperation zwischen Selbsthilfegruppen und Krankenhäusern sinnvoll für alle Beteiligten sei. Anschließend gaben die Projektmitarbeiterinnen Christa Steinhoff-Kemper und Monika Bobzien einen Überblick über die Kooperation von Selbsthilfe und stationärer Versorgung im Allgemeinen sowie über einzelne Ergebnisse des Hamburger Modellprojekts.

In der folgenden Podiumsdiskussion gaben Dr. Anke Bohlmann, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin und Dr. Ralf-Gerhard Ritter, Chefarzt der Klinik Gefäß- und Endovaskularchirurgie mit ihrem Bericht über ihre Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis einen anschaulichen Einblick in die konkrete Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Selbsthilfegruppen. Dies wurde durch die Erfahrungen von Selbsthilfegruppenmitgliedern, Helga Rugge-Krieft, Selbsthilfegruppe Deutsche Ilco e.V, Selbsthilfegruppe für Stomaträger und Darmkrebserkrankte und Peter Lentzen COPD Selbsthilfegruppe Chronisch Obstruktive Lungenerkrankungen ergänzt, die berichteten, was es für Selbsthilfegruppen bedeutet, mit Krankenhäusern zu kooperieren. Hier wurde vor allem der Wunsch geäußert, dass alle Patienten des Krankenhauses Informationen über ihre Erkrankung sowie über eine entsprechende Selbsthilfegruppe erhalten. Auch Arne Holthuis und Gerda Merten von der Pflegedirektion und Elke Drews als Qualitätsbeauftragte der Städtischen Kliniken Bielefeld vertraten die Ansicht, dass die Kommunikation aller Beteiligten innerhalb des Krankenhauses noch verbessert werden könne. Sie ergänzten, dass mit dem Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) zwar bereits Pionierarbeit in Bezug auf Selbsthilfefreundlichkeit geleistet werde, „im laufenden Betrieb“ die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen und Krankenhaus jedoch noch weiter optimiert werden könne.

In der abschließenden Diskussion wurde von allen Beteiligten der Wunsch geäußert, dass ein verstärkter Austausch zwischen Selbsthilfegruppen und Krankenhausmitarbeitern stattfinden möge. Um dieses mittels verbindlicher Vereinbarungen zu gewährleisten, die Kooperation zu systematisieren sowie die Qualitätskriterien für ein selbsthilfefreundliches Krankenhaus umzusetzen, ist seitens der Städtischen Kliniken Bielefeld im Rahmen des Projekts eine weitere enge Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld vorgesehen.

Für Informationen und Beratungsanfragen können sich interessierte Fachabteilungen und Krankenhäuser wie auch Vertreter und Vertreterinnen aus der Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen direkt an das Projektteam der BIKIS wenden:

Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld

Projekt Selbsthilfefreundliches Krankenhaus NRW
Stapenhorststraße 5
33615 Bielefeld
Telefon: (05 21) 9 64 06 98
Telefax: (05 21) 9 64 06 97
Ansprechpartnerin: Christa Steinhoff-Kemper

Weitere Informationen
z. B. Faltblatt zum Projekt Selbsthilfefreundliches Krankenhaus NRW unter: www.selbsthilfefreundliches-krankenhaus-nrw.de

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