Gesundheitsselbsthilfe NRW und Migration


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Gesundheitsselbsthilfe NRW und Migration

Mit Verständnis die Gesundheit fördern!

Das Projekt "Gesundheitsselbsthilfe NRW und Migration" will beispielhaft erproben, wie die Betroffenen-Erfahrungen und -Kompetenzen deutscher Krebs-Selbsthilfeorganisationen für türkischsprachige Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Bewältigung einer eigenen Erkrankung - am Beispiel Krebs - nutzbar gemacht werden können.

MigrantInnen sind besonders herausgefordert, sich in der ihnen in vielem nicht vertrauten Gesellschaft zurechtzufinden. Mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Kenntnisse über das deutsche Gesundheitssystem sowie das Fehlen an kultursensiblen Angeboten führen dazu, dass MigrantInnen nicht die gesundheitliche Versorgung in Anspruch nehmen (können), die sie benötigen und die ihnen zur Verfügung steht.

Dies betrifft vor allem die in Deutschland lebende türkischsprachige Bevölkerung, da sie die größte Minorität in unserem Lande bildet. Hinzu kommen - gerade auch bei dieser MigrantInnengruppierung - andere Gesundheitskonzepte und andere Krankheits- und Bewältigungsstrategien, die in unserem Gesundheitssystem kaum berücksichtigt werden.

Das Projekt wird auf drei Ebenen umgesetzt:

Die Fähigkeit, sich Wissen anzueignen und für sich nutzbar zu machen, ist eine der zentralen Kompetenzen der BürgerInnen in unserer Gesellschaft, deren Bedeutung sich auch im Bereich der chronischen Erkrankungen zeigt. Dafür eignen sich die Angebote der Gesundheitsselbsthilfe besonders: Gerade die gewachsene Gesundheitskompetenz ist oft ein wichtiges Erfolgserlebnis der Betroffenen in der Selbsthilfe.

Selbsthilfegruppen sind heute ein unverzichtbarer Teil unseres Gesundheitssystems. Sie sind eine anerkannt wertvolle Ergänzung zu ärztlicher Behandlung, eine Element in der Rehabilitation und in der Bewältigung von Lebenskrisen.
Den Zugang in die Selbsthilfe auch für türkischsprachige Krebsbetroffene zu öffnen, liegt daher nahe.

Grundidee des Projektes ist es, zu erproben, wie die Betroffenen-Erfahrungen und -Kompetenzen deutscher Krebs-Selbsthilfeorganisationen für türkischsprachige Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Bewältigung einer eigenen Krebserkrankung nutzbar gemacht werden können.

  1. Sensibilisierungsprozesse in den Landesverbänden der Krebsselbsthilfen zum besseren Verständnis von türkischsprachigen Krebsbetroffenen und ihrer Familien,
  2. Unterstützung türkischsprachiger Krebsbetroffener und ihrer Familien bei der Krankheitsbewältigung,
  3. Aufbau eines kooperativen Miteinanders von deutschen und türkischsprachigen Krebsbetroffenen im Rahmen der gesundheitlichen Selbsthilfestrukturen in NRW

Weitere Informationen
Umut Ezel (Projektmitarbeiterin)
Gesundheitsselbsthilfe NRW und Migration
Dienstsitz:
Der Paritätische | Kreisgruppe Essen
Camillo-Sitte-Platz 3 | 45136 Essen
Telefon: 0201/89533-18 | Fax: -25
Mobil: 0173/3165955
ezel@sozialeprojekte.de

www.migration-selbsthilfe.de
www.saglik-yardimlasmasi.de (zurzeit noch im Aufbau)

Dieses Modellprojekt wird gefördert durch die AOK Rheinland/Hamburg und AOK Westfalen-Lippe

 
Selbsthilfeförderung der Krankenkassen | Antragsformulare 2012
- alle Infos und Anträge finden Sie auf der Internetseite der Krankenkassen in NRW [Link]
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