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Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist sehr unübersichtlich geregelt.
Neben der gesetzlichen Krankenversicherung können spezielle Kostenträger wie die private Krankenversicherung, die Berufsgenossenschaft für Arbeits- und Wegeunfälle, Versorgungsstellen der Länder für Kriegsopfer, die Bundesagentur für Arbeit für berufliche Hilfe, die Deutsche Rentenversicherung Bund, Integrationsämter und Sozialämter zuständig sein. Das bedeutet, dass es auch in verschiedenen Gesetzen verschieden ausgestaltete Anspruchsgrundlagen für Hilfsmittel gibt.
Noch vielfältiger und daher für Betroffene noch undurchschaubarer stellt sich die Landschaft der Leistungserbringer dar, das Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung REHADAT weist darüber hinaus eine für Patientinnen und Patienten unübersichtliche Fülle von Hilfsmitteln in 55 Produktgruppen mit jeweils verschiedenen Anwendungsorten und Untergruppen aus.
So ist es nicht weiter erstaunlich, dass sowohl in der Beratungspraxis der Unabhängigen Patientenberatungsstelle Bielefeld als auch in Selbsthilfegruppen immer wieder Fragen zum Thema Hilfsmittel auftauchen, die teilweise schwierig zu beantworten sind. Insbesondere Mitglieder der Selbsthilfegruppe des Deutschen Schwerhörigenbundes waren an die Selbsthilfe-Kontaktstelle herangetreten mit dem Hinweis, dass es zum Thema Hilfsmittel derzeit keine neutralen, kurz gefassten und verständlichen Informationen gibt.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld und der Gesundheitsladen Bielefeld e.V. haben nun mit der Broschüre „Der richtige Weg zum richtigen Hilfsmittel“, eine solche Informationsschrift für Bielefelder Selbsthilfegruppen, Patientinnen und Patienten erstellt. Vor Herausgabe der Broschüre wurde der Inhalt mit Betroffenen aus Selbsthilfegruppen abgestimmt und sowohl hinsichtlich der Übereinstimmung in der Praxis als auch der Verständlichkeit abgestimmt.
In dieser Broschüre wird kurz und anschaulich erläutert, welche Produkte als Hilfsmittel anzusehen sind und wie der Weg zur Erlangung des passenden Hilfsmittels verläuft. In Anschluss an allgemeine Ausführungen wird anhand eines Beispiels die Umsetzung in der Praxis verdeutlicht.
Aufgrund der Komplexität des Themas kann und will die Broschüre keine Detailfragen für jeden Einzelfall klären. Für diese Fälle enthält sie jedoch Hinweise auf Internetadressen sowie auf Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Die Broschüre ist kostenlos erhältlich sowohl in der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld, Stapenhorststraße 5, 33615 Bielefeld, Tel.: 0521 – 964 06 96 als auch im Gesundheitsladen Bielefeld, Breite Straße 8, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521 – 13 35 61. Ebenso wird die Broschüre als pdf-Datei im Internet unter www.selbsthilfe-bielefeld.de und www.gesundheitsladen-bielefeld.de und http://bielefeld.paritaet-nrw.org zum Download bereitgestellt.
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