| FINDEN . . . | AKTUELLES | SELBSTHILFE A-Z | INFOS | ||||||||||
|
Selbsthilfe-Kontaktstellen als „Fenster zur Selbsthilfe"
„Wer als Sozialwissenschaftler in diesem ständig in Bewegung, in Erneuerung, aber auch in Veränderung der engagierten Menschen sich befindenden Feld Strukturen entdecken und zu verallgemeinerungsfähigen Aussagen kommen will, dem geben die Selbsthilfekontaktstellen ein geeignetes Beobachtungsfeld. Über diese ‘Fenster’ kann das Feld ‘Selbsthilfe’ erschlossen werden. Nur auf diese Weise können Strukturen, Prozesse, vor allem aber Trends sichtbar gemacht werden, die wiederum für den Förderbedarf, aber auch für eine gezielte Förderung unentbehrliche Orientierungsdaten liefern“ (Kettler/von Ferber 1997).
Selbsthilfe-Kontaktstellen werden mancherorts abgekürzt: KISS (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe[gruppen]), SEKIS (Selbsthilfe-Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe), BIKIS, MIKS u. a. m. Eine Kontaktstelle ist nicht auf einen fachlichen Schwerpunkt (z. B. Sucht) konzentriert, sondern arbeitet problemlagenübergreifend. In zumeist telefonischen Beratungsgesprächen werden interessierte Bürger über die vorhandenen Selbsthilfegruppen informiert, zur Gründung von Selbsthilfegruppen angeregt oder auf die professionellen Angebote vor Ort hingewiesen. Typische Fragen in Zusammenhang sind:
Solche und ähnliche, zumeist telefonische Anfragen sind das Alltagsgeschäft von Kontaktstellen. Zwei Drittel der Personen haben gesundheitliche Anliegen (chronische Erkrankungen, Sucht, Behinderung, psychische Probleme), ein Drittel nahmen eher soziale Themen (familienbezogene, Senioren-, Frauenselbsthilfe ...) zum Anlass, das Angebot zu nutzen.
Wenn es aus Sicht der interessierten Bürger keine geeignete Selbsthilfegruppe gibt, dann bietet eine Kontaktstelle Unterstützung bei der Gründung einer Gruppe an. Im persönlichen Gespräch werden die Erwartungen der Betroffenen geklärt und unsere Möglichkeiten der Hilfe aufgezeigt. Kontaktstellen helfen bei der Suche nach Gleichbetroffenen, indem sie u.a. Interessentenlisten führen, Pressemitteilungen zu geplanten Gruppengründungen herausgeben, interessierte Fachleute darüber informieren und sie bitten, ihre Patienten, Klienten ... darauf hinzuweisen. Falls erforderlich, können die Initiatoren auch anonym bleiben. Eine Kontaktstelle ist behilflich bei der Suche nach Räumen für die Gruppentreffen, lädt zum ersten Treffen ein und hilft auf Wunsch bei den ersten Gehversuchen der Gruppe. Eine Begleitung von Gruppen ist die Ausnahme und auch dann zeitlich eng begrenzt auf wenige Treffen. Die Unterstützung bestehender Selbsthilfegruppen Ein wichtiges Anliegen der Gruppen bezieht sich auf eine Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit. Weitere wichtige Anliegen sind Hilfen bei der Raumsuche bzw. die Raumbereitstellung durch die Kontaktstelle sowie die Vermittlung von Kontakten zu anderen Gruppen und zu Professionellen. Den Selbsthilfegruppen bietet die Kontaktstelle damit an:
Die Zusammenarbeit mit professionellen HelferInnen im Sozial- und Gesundheitsbereich nimmt einen großen Teil der Arbeit der Kontaktstelle in Anspruch. Die wichtigsten Kooperationspartner sind die MitarbeiterInnen der kommunalen Sozial- und Gesundheitsverwaltung, die Fortbildungseinrichtungen sowie die unterschiedlichsten Beratungsstellen. Arbeitsfelder sind hier:
|
| ||||||||||||
| Impressum | Sitemap | Seite empfehlen | Druckversion | Seitenanfang |